Goethe und die Wolken — wie ein Dichter zum Meteorologen wurde
Reif, Dunst, Nebel und andere meteorologische Erscheinungen halfen Goethe in seiner Lyrik, Naturstimmungen eindringlich zu beschreiben — die berühmten Bilder von „Über allen Gipfeln ist Ruh" lebten von genauer Beobachtung.
Goethe als Meteorologe
Goethe war begeistert von der 1803 in England veröffentlichten Wolkenklassifikation Luke Howards (Cumulus, Stratus, Cirrus, Nimbus). Er übertrug sie ins Deutsche, schrieb Aufsätze und verfasste sogar Gedichte zu jeder Wolkenform — eine ungewöhnliche Mischung aus Lyrik und Naturbeobachtung.
Was geblieben ist
Howards Klassifikation ist bis heute die Grundlage der meteorologischen Wolkenkunde. Goethe hat sie populär gemacht — und gezeigt, dass Naturwissenschaft und Dichtung gut zueinander passen.