Der Wind-Chill-Effekt — gefühlte und gemessene Temperatur
Der Wind-Chill (englisch für Windkühle bzw. Windfrösteln) beschreibt den Unterschied zwischen der gemessenen Lufttemperatur und der gefühlten Temperatur in einer windigen Umgebung.
Warum es kühler wirkt
Unsere Haut gibt durch Verdunstung und Wärmestrahlung Wärme an die Umgebung ab. Steht die Luft, bildet sich um den Körper eine schmale, leicht erwärmte Schicht — sie wirkt isolierend. Wind reißt diese Schicht weg, die Wärmeabgabe wird höher, wir frieren mehr.
Faustregel
Bei 5 °C Lufttemperatur und 30 km/h Wind kann sich die Temperatur wie -1 °C anfühlen. Auf einer Wanderung im Thüringer Wald im Spätherbst macht das einen großen Unterschied — die Empfehlung an Klassen: lieber eine Schicht mehr einpacken, als zu wenig.